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Konzert im Beriosaal 26.3.2015

Marta Gardolinska, Prof. E. Dvorak-Weisshaar, V. Gatke

Konzertkritik von Ingrid Adamiker auf ´alles-klassik.com´ 20150330

Kritik im "Neuen Merker" 6/2008

21. Frühlingskonzert des Akademischen Orchestervereins am 15.5.2008

Sie haben etwas für sich, die Amateur-Vereine, für die jedes öffentliche Musikmachen-Dürfen zum Fest wird. Es sind Familienfeste im weitesten Sinn, die Menschen zusammenführen, die sonst vielleicht selten zusammenkommen. Das ungeheure Engagement aller Beteiligten, zu denen natürlich auch Ganz- und Halb-Profis gehören, reißt mit...


Zum Artikel über den Akademischen Orchesterverein aus dem Mitteilungsblatt der Freunde der Wiener Streich- und Saiteninstrumente an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (14. Nov. 2006, Ausgabe 2006/02).


Kritik aus "Der Neue Merker" Jänner 2004 über unser Konzert im Großen Musikvereinssaal am 8. 12. 2003. Mehr dazu.....


Kritik aus "Niederösterreichische Nachrichten " Dezember 2003, Wo 50, über unser Konzert im Großen Musikvereinssaal am 8. 12. 2003

Sternstunde im Wiener Musikverein: Der Akademische Orchesterverein, von Wolfgang Gabriel ganz hervorragend geleitet, brachte Joseph Haydns oratorienhafte Kantate "Die Jahreszeiten" zur glanzvollen Aufführung. Die Schola Cantorum Klosterneuburg (Einstudierung: Wolfgang Bruneder) sowie der A Cappella Chor Tulln (Gottfried Zawichowski) ließen an kongenialem Klangsinn keinen Wunsch offen, Beate Düstersiek (Sopran), Andreas Schagerl (Tenor) und Tijl Faveyts (Bass) gestalteten ihre Soloparts trotz kleiner Indispositionen einfühlsam und stimmig. Ein gewaltiges Werk in mustergültiger Interpretation, ein Jahreslauf als zeitlose Metapher für den Lauf des Lebens. Viel dankbarer Applaus im goldenen Saal.

Ewald Baringer


Kritik aus "Der neue Merker" Jänner 2003 über unser Konzert im Großen Musikvereinssaal am 8. 12. 2002

MV, 8.12.: Der Akademische Orchesterverein/Wien eröffnete sein Konzert mit der "Tragischen Ouvertüre" von Johannes Brahms. Dirigent Wolfgang Gabriel ließ eine klingende Tragödie voller Düsternis und Schwermut entstehen. Das Bemühen, auch tröstliche Bilder zu zeigen, hatte nicht viel Erfolg, denn der Ansturm dunkler Klänge steigerte sich unentrinnbar dem Schluss zu. - Als Uraufführung folgte das "Concertino für Oboe, Fagott und kleines Orchester" op. 53 des Dirigenten Wolfgang Gabriel; die Söhne Martin G. (Oboe) und Bernhard G. (Fagott) waren die Solisten. Im 1. Satz konnte, außer bei den Kadenzen, nur die Oboe ihr klingendes Feld behaupten, denn das Orchester war gar nicht so klein und ließ den schönen Ton des Fagotts nicht oft hören. Erst im Adagio begann das Duett-Singen der Holzbläser, das noch im Schlusssatz, vom Orchester unterstützt, nicht nur einen interessanten, sondern einen sehr positiven Eindruck dieses Concertinos hinterließ. - Der farbenprächtige "Zauberlehrling" Paul Dukas` mit seinen markanten Themen, die sich zu großer Dynamik steigern und denen erst mit dem "Auftritt des Meisters" Einhalt geboten werden kann, bleibt ein Werk großer Bildhaftigkeit. - Der Höhepunkt des Konzertes erklang mit den "Chichester-Psalms" von Leonard Bernstein, die von Gottfried Zawichowski dirigiert wurden. Die hebräisch gesungenen Soli und Chöre sind von faszinierender Schönheit und Eindringlichkeit. Dirigent, Orchester, Solistin Eva-Maria Bauer (Mezzo) und die Chöre "A Capella Tulln" - "St. Georg Wien" - "Vocapella Strasshof" waren in klingender Hochform und ließen riesigen Beifallsdank aufbrausen. H.B.


Kritik aus der Wiener Zeitung vom 9. 12. 1999 über unser Konzert im Großen Musikvereinssaal am 8. 12. 1999

Musikverein: AOV; Gabriel, Kakehashi

Hochinteressante Matinee

Der Auftritt des seit frühester Kindheit erblindeten Takeshi Kakehashi bot Gelegenheit, wieder einmal beim Akademischen Orchesterverein vorbeizuschauen. Es ist keine Kleinigkeit, einen Blinden zur Konzertreife zu führen. Elisabeth Dvorak-Weißhaar hat sich dieser Herausforderung mit Erfolg gestellt, ihr Schützling errang bereits einige internationale Pianistenpreise.

Kakehashi spielte das G-Dur-Klavierkonzert von Ravel. Da hieß es, besonders gut zuzuhören, denn man sagt nicht umsonst, dass Blinde besonders sensibel sind. So war es auch diesmal, wo die Musik ganz nahe neben den Impressionismus eines Debussys gerückt wurde, zart, zurückhaltend, mit schwebenden Tönen und technischer Sicherheit. Der AOV unter seinem verdienstvollen Leiter Wolfgang Gabriel setzte die meisterhafte Partitur in "professionellen" Klang um.

Nachher gab es die "Scheherazade" von Rimsky-Korsakow, vorher Strawinskys charmante "Zirkuspolka", auch mit Witz und beachtlicher Perfektion vom AOV unter Gabriel gespielt. Allen Beteiligten ist zu gratulieren.


Kritik aus "Der neue Merker" 11. Jahrgang Nr. 117 über unser Konzert im Großen Musikvereinssaal am 8. 12. 1999

8.12. MV/GS: AKADEMISCHER ORCHESTERVEREIN, am Klavier Takeshi Kakehashi, Dirigent Wolfgang Gabriel

Schon 1994 gab das Orchester dem damals 16jährigen Pianisten Gelegenheit, vor großem Publikum aufzutreten. Diese Unterstützung eines kommenden jungen Künstlers, die leider sehr selten ist, hat sich mehr als gelohnt. Nach Strawinskys, für ein Elefanten-Ballett im Zirkus "Ringling" komponierter "Zirkus-Polka", erklang Ravels Klavierkonzert für 2 Hände g-Dur. Im 1. und 3. Satz haben harte Rhythmen, Anklänge an Strawinsky und Jazz die Oberhand, und hier waren die Läufe des Pianisten, durch Orchesterflöten überdeckt, nur schwer mitzuhören. Im lyrischen 2. Satz mit seinen lang auszuspielenden Melodien konnte der Künstler sein Können, aber auch sein Verständnis dieser Musik bezeugen. Dieser von Emotionen erfüllte Satz gehört zu den schönsten Kompositionen unseres Jahrhunderts. Unbeschreiblicher Jubel erfüllte den Saal; fünf Mal geleitete der Dirigent an seiner Hand den blinden Pianisten auf die Bühne, um die Begeisterung der Musikfreunde entgegenzunehmen. Und dann setzte sich der bescheidene junge Mann an das Klavier und spielte von seinem Lieblingskomponisten Chopin das Nocturne op 48/1 c-Moll. In der atemlosen Stille war die "fallende Nadel" allgegenwärtig, und viele Taschentücher verlangten ihr Recht. Denn so herrliche Musik so wunderbar zu spielen hat noch heute, beim Schreiben dieser Zeilen, ihre Wirkung. Die lange "Atempause der geistigen Rückkehr" gab dem Beifallssturm viel Zeit und nun kam Takeshi Kakehashi an der Hand des Dirigenten noch drei Mal auf die Bühne. In aller Form sei Wolfgang Gabriel und dem Orchester dafür gedankt dem japanischen Pianisten im schwierigen Wien diese Möglichkeit geboten zu haben!

Mit der "Scheherazade Suite" von Rimsky Korsakow, einem farbenprächtigen und rhythmisch sehr wandelbaren Werk, wurde der Orient klanglich lebendig. Herrliche Violinsoli, von Christian Glüxam gespielt und oft von zarten Harfenklängen unterstützt, kennzeichneten die Erzählkunst Scheherazades, der es gelingt, trotz vieler geschilderter Abenteuer und Schwierigkeiten, ihren vorgesehenen Tod abzuwenden. Ein mitreißendes Werk erklang in überzeugender Wiedergabe.